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Veröffentlicht am 29.07.2016 von Claudia Niedermeier

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PRIM zwischen traditionellem Jazz, Klassik und Avantgarde

Die junge Band PRIM schafft mit ihrer Musik eine Jazz-Mischung, die genreübergreifend unterschiedliches Publikum anspricht. Das Ergebnis des Zusammenspiels von traditionellem Jazz, klassischer Musik und Popmusikelementen lässt sich auf ihrem Album „More & Less Diminished“ entdecken.

Die Wiener Jazz-Band PRIM besteht aus den drei Musikern Felix Biller (piano), Konuray Mutluer (bass) und Ralph Dammerer (drums). Die drei jungen Männer sind auf unterschiedliche Art und Weise mit der Musik in Berührung gekommen, sodass ihre Musik das Ergebnis verschiedener Einflüsse und Vorbilder ist. Insgesamt versuchen sie traditionellen Jazz mit klassischer Musik zu verbinden. Sounds aus der Pop- und Rockmusik, der Minimal Music oder Weltmusik geben ihren Tracks dann noch die richtige Würze.

Auf ihrem Debütalbum „More & Less Diminished“, das am 22. Juli beim Label recordJet erschienen ist, haben die Musiker acht Songs zusammengestellt, die den Zuhörer mal emotional berühren, mal energisch inspirieren. Noch scheint die Mischung sehr bunt und ein wenig konfus, aber die Band zeigt mit ihrer ersten Platte jede Menge Potential. Der Titel „Beneath“ eröffnet das Album und macht gleich deutlich, was die Band kann. Jazzige Rhythmen sorgen beim Zuhörer dafür, dass er entspannt mit dem Fuß mitwippt und sich von der Musik treiben lässt. Der folgende Track „Cliché“ ist ebenfalls ein sehr ruhiger Titel, der zum Nachdenken und Träumen einlädt. Diesmal jedoch mit dunklerer Stimmung. Diese mystische Atmosphäre löst sich spätestens dann auf, wenn die zahlreichen Dur-Harmonien im Song „Dorner“ zu hören sind. Jetzt treten auch erstmals die Einflüsse der Weltmusik in Erscheinung. Der gezupfte Bass bringt orientalisches Flair und traditionellen Jazz zusammen.

Den Großen Konkurrenz machen

Würde man den anschließenden Titel „Caima“ unabhängig vom Longplayer hören, wäre sich der Zuhörer wahrscheinlich nicht sicher, dass es sich bei PRIM um eine Newcomer-Band handelt. Die Melodiebögen am Klavier werden souverän gespielt, die Begleitung von Bass und Schlagzeug hält sich gekonnt zurück, sodass ein äußerst swingender Jazz-Titel entsteht. Fehlt nur noch gedimmtes Licht und ein ordentlicher Whisky für die perfekte Atmosphäre.

Insgesamt ist das Album eine schöne Sammlung an Titeln, die zeigen, was PRIM kann. Noch wirkt die Richtung der Musiker noch nicht 100% klar, trotzdem sorgen die Künstler mit ihrem Debütalbum für gute Stimmung. Die meisten Titel lassen den Zuhörer wunderbar träumen und entspannen, während andere ermutigen und Inspiration schenken.

Credits
Titelbild by PRIM

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