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Veröffentlicht am 14.02.2017 von Johannes R. Buch

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Herbie Hancock

Herbie Hancock ist ein US-amerikanischer Jazz-Pianist und Komponist. Seine Improvisationen unter der Verwendung expressiver Kreuzrhythmen sind geprägt von einer perlenden „Funky-Spielweise“. Viele seiner Werke gelten mittlerweile als Klassiker in der Jazz-Szene. Dazu gehören „Watermelon Man“, „Cantaloupe Island“ und „Maiden Voyage“. Seine Werke dienen bis heute jungen Jazz-Musikern als Improvisationsgrundlage.

Jugend

Herbert Jeffrey „Herbie“ Hancock ist der Sohn eines Lebensmittelhändlers und einer Sekretärin. Anstelle der üblichen Freizeitbeschäftigungen geht Herbie Hancock schon ab dem siebten Lebensjahr dem Klavierspiel nach. Ansonsten beschäftigt er sich als Kind gerne mit Elektronik und Wissenschaften. Der talentierte Herbie Hancock kann sogar zwei Klassen überspringen und bekommt den Rat seiner Lehrer sich Opernübertragungen im Rundfunk anzuhören.

Mit gerade mal elf Jahren trat Herbie Hancock schon mit dem Chicago Symphony Orchestra auf. Herbie Hancock sollte sich in den Folgejahren immer intensiver mit dem Jazz beschäftigen. Während seiner High School-Zeit lernte Herbie Hancock das Übertragen von Noten auf das Papier nach Gehör.

Das schulte seine Fähigkeit, harmonische Strukturen, rhythmische Muster und Instrumentierungsweisen zu analysieren. Darauf folgt ein Studium der Elektrotechnik in Iowa. Herbie Hancock wechselt aber nach zwei Jahren zu dem Fach Musikkomposition und schließt dieses 1960 erfolgreich ab. Hancock bekommt wenig später die Chance als Aushilfspianist in der Donald Byrds Gruppe einzuspringen. Byrd ist so beeindruckt von dem Spiel des Herbie Hancock, dass dieser ihn mit nach New York City nimmt und ihn mit seinen Jazz-Kollegen bekannt macht.

Der Durchbruch des Herbie Hancock

Bei dem Label Blue Note spielt Herbie Hancock 1962 zusammen mit bekannten Musikern wie Dexter Gordon und Freddie Hubbard sein Debütalbum „Takin´ Off“ ein. Auf diesem Werk befindet sich bereits „Watermelon Man“, eines der populärsten Stücke von Herbie Hancock. Dieser Song wurde bis heute von über 200 Musikern aufgenommen. 1963 wird Herbie Hancock Teil des berühmten Miles Davis – Quintetts. Über den fordernden Miles Davis sagte Herbie Hancock einmal: „Mein Leben hat er verändert und mir viel Mut gegeben“. Als Miles Davis seinem Pianisten ein Fender Rhodes kauft leitet er damit die Ära des Jazzrock ein.

Hancock wirkte in zahlreichen Quintetts mit und war Begleiter von Musikern wie Wayne Shorter, Lee Morgan und Bobby Hutcherson. Sein eigenes Sextett wurde jedoch nicht kommerziell erfolgreich. Als das allgemeine Interesse am Jazz Ende der 1960er nachlässt, begann Herbie Hancock Werbejingles für Chevrolet, Standard Oil und Eastern Air Lines zu komponieren.

Außerdem komponierte er die Filmmusik für Michelangelos Antonionis „Blow Up“. Privat ist Herbie Hancock seit 1968 mit der deutschen Dekorateurin und Kunstsammlerin Gudrun Meixner verheiratet, mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Herbie Hancock ist ein praktizierender Buddhist und Mitglied der Soka Gakkai International.

photocredit: By Guillaume Laurent [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

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