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Veröffentlicht am 05.07.2015 von Stefanie Loske

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Amy Winehouse

Sie war definitiv kein typisches Jazz-, Soul- oder R’n‘B-Püppchen, denn sie hatte etwas Laszives an sich. Ihre Musik ist nicht niedlich, es steckt mehr dahinter, was sie zu einem der beeindruckendsten Talente der englischen Musikszene machte.

Besondere Affinität zu Jazz und Blues

Im September 1983 wird Amy Jade Winehouse in Londoner Stadtteil Camden geboren. Die Stadt ist geprägt von einer vielfältigen Musikszene, neue Stile entstehen und junge Bands greifen nach den Sternen. Alles Einflüsse, die auch Amy mitbekommt. Ihr Musikgeschmack ist vielseitig, sie mag Jazz, Soul, Reaggie, Blues und Funk. Auch gegenüber Rockmusik ist sie nicht abgeneigt.

Eine besondere Neigung hat sie jedoch zu Jazz und Blues. Ihr Vater selbst ist ein leidenschaftlicher Jazzmusiker und ihre Mutter sorgt für die Gitarrenausbildung. Songs von Frank Sinatra bekommt sie von ihrer Oma vorgespielt.

Ihre jungen Jahre

Im Alter von 12 Jahren wechselt sie an die Sylvia Young´s Stage School, welche als Kaderschmiede britischer Nachwuchskünstler bezeichnet wird. Dort bleibt sie jedoch nicht lange und wechselt an eine öffentliche Schule. Doch ihre Schulzeit nimmt auch dort ein rasches Ende und sie kommt an eine reine Mädchenschule.

Mit mittlerweile 16 Jahren übt Amy regelmäßig an ihrer ausdrucksstarken Stimme und spielt auch in Jazz-Orchestern mit. Zu dieser Zeit kommt sie durch ihre Mitbewohnerin in Kontakt mit R’n’B und Hip Hop.

Sie nimmt sich aus all den verschiedenen Stilen das Beste heraus und vermischt alles mit ihren Erfahrungen über Liebe, Sex und Wut, die sie bis dahin gemacht hat. Ihre Sprache in ihren Songs ist unverblümt und entspricht nicht dem Konsens.

„Back To Black“ bringt den Durchbruch

Ihr Debutalbum „Frank“ schlägt deshalb hohe Wellen, auch wenn es anfangs nicht der allzu große Verkaufsschlager ist. Wer ihre Musik beschreiben will, steht erst einmal hilflos da. Doch die Presse lobt ihr Talent, was ihr Nominierungen für den Brit Award und den Mercury Prize beschert.

Zu späteren Zeiten distanziert sie sich von ihrem Debutalbum, da es nicht hundert prozentig ihren Vorstellungen entsprach. 2006 kommt dann ihr Durchbruchsalbum „Back To Black“, von dem man erste Töne im East Village Radio hört.

Die Single „Rehab“ erscheint vorab im Oktober 2006 und behandelt ihre Probleme mit dem Alkohol und Ex-Management, das sie zur Entziehungskur zwingen will.

Vor der Albumveröffentlichung fällt sie der britischen Presse negativ durch alkoholbegingte Zwischenfälle auf. In Charlotte Churchs Show singt sie volltrunken Michael Jacksons „Beat It“. Es wird zudem über Depressionen und Magersucht spekuliert.

Als „Back To Black“ Ende Oktober erscheint, begeistert neben „Rehab“ vor allem der Song „Valerie“. Noch vor Veröffentlichung gewinnt Amy sogar den Brit Award in der Kategorie British Female Solo Artist und lässt damit einige Favoritinnen hinter sich.

Immer wieder Negativ-Schlagzeilen

2007 verdichten sich die Drogen- und Alkoholgeschichten der Boulevardpresse allmählich, als sie sich in eine Reha-Klinik einweisen lässt. Währenddessen beginnt auch ihre Serie von Konzertabsagen, die sich durch ihre weitere Karriere ziehen wird. Das ihr Ehemann Blake Fielder-Civil auch noch im Gefängnis landet, fördert Amys Zustand nicht.

Sie kommt nicht zur Ruhe und stürzt erneut ab und wird sogar beim Crackrauchen gefilmt. Danach geht es wieder in den Entzug. Durch all diese Negativ-Schlagzeilen geht fast unter, dass sie bei den Grammys 2008 fünf von ganzen sechs Nominierungen gewinnt.

Drittes Studioalbum

2009 beginnt sie mit der Arbeit an ihrem dritten Studioalbum, dass jedoch nicht mehr erscheinen sollte. Im selben Jahr lässt sie sich von ihrem Mann scheiden und die Arbeit am neuen Album geht nur langsam voran.

Es gibt noch einige Überraschungsauftritte in verschiedenen Pubs in London, was schon als ihre grandiose Rückkehr gehandelt wird. Das Cover von „It´s My Party“, das 2010 auf einem Tribute Album für Quincy Jones erscheint, ist jedoch ihre letzte Veröffentlichung zu Lebzeiten.

Ihr tragisches Ende

Im Juli 2011 stirbt sie an einer Alkoholvergiftung mit 4,16 Promille im Blut. Im Dezember desselben Jahres kommt posthum das dritte Album „Lioness: Hidden Treasures“ auf dem unveröffentlichte Stücke aus unterschiedlichen Phasen ihrer Karriere zu hören sind. Die Platte verkauft sich bis Ende des Jahres bereits 1,5 Millionen Mal und schaffte es in zehn Ländern auf Platz eins.

Mitch Winehouse, ihr Vater, gründet nach ihrem Tod die Amy Winehouse Foundation, die benachteiligten Kindern in Not helfen soll. Alle nach ihrem Tod erzielten Einnahmen und ihr Nachlass fließen in diese Hilfsorganisation.

photocredit: By daniel arnold (amy winehouse at bowery ballroom 18) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

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